Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

27.08.2013        Tag 2

Dienstag, 27. August 2013
This is Hollywood!


Es ist morgens in Los Angeles. Die Uhr zeigt 3:23 Uhr an und Ann-Kristin und ich können nicht mehr schlafen. Unsere innere Uhr sagt uns, dass es längst hell sein muss und der Tag schon weit fortgeschritten sein müsste, doch die Uhr lügt nicht. Das muss er sein dieser "Jetlag" von dem alle immer erzählen. Doch wir zwingen uns dazu noch ein wenig die Augen zuzumachen, was Ann-Kristin jedoch wesentlich besser gelingt als mir. Tja so ein Beamter kann halt zu jeder Tages-und Nachtzeit schlafen. Doch um 7 Uhr konnte ich nicht mehr im Bett liegen und bin aufgestanden. Wir packten alles ein was wir für den langen Tag in Los Angeles brauchen würden ein und gingen uns unser typisch amerikanisches Frühstück abholen. Schale Cornflakes, einen Saft und ein viel zu süßes Stück Gebäck. Immerhin gab es auch frisches Obst...!

Nach der kurzen Stärkung mussten wir dann auch bereits das Motel verlassen und uns auf den Weg zu den Warner Brothers` Studios machen, wo wir eine Studio Tour für zehn Uhr gebucht hatten. Da wir den Verkehr bisher nur von Sonntagnacht kannten waren wir sehr zeitig unterwegs um pünktlich da zu sein. Wir kamen allerdings so gut durch den Verkehr, dass wir uns noch ein wenig auf eigene Faust an den Studios umschauen konnten, ehe unsere Tour begann. Zunächst wurde uns ein kleiner Film gezeigt, der die größten Momente aus Warner Brother Produktionen zeigte, ehe wir zu zehnt in übergroßen Golf Cars Platznehmen durften und die nächsten zwei Stunden durch die Studios gefahren wurden. Dabei erzählte uns unser Führer "Bob" alles Wissenswerte über die Studios. Neben diversen Sets aus bekannten US-Serien wie "Friends" oder "The Big Bang Theory" waren sehr viele originale Exponate aus bekannten Szenen ausgestellt. So waren unter anderem die Kostüme aller Harry Potter Figuren und die Autos aus den Batman Filmen zu sehen, aber natürlich noch sehr viel mehr. Außerdem kamen wir an vielen bekannten Drehorten vorbei, die entweder extra für einen Film oder eine TV Serie gebaut wurden, oder mehrmals eingesetzt wurden.

Die Tour war insgesamt sehr interessant und hat dank Bob auch extrem viel Saß gemacht, da er an einigen Drehorten die dort entstandene Szene noch einmal nachspielte. Nach der Tour gingen wir dann noch eine Runde durch den Souvenir Shop ehe wir uns wieder auf den Weg machten. Das nächste Ziel sollte das Hollywood-Sign sein. Nach kurzer Fahrtzeit parkten wir schließlich unser Auto an einer Straße unterhalb der neun Buchstaben um einige Fotos zu schießen. Doch so richtig zufrieden waren wir damit nicht und so fuhren wir noch einige Meilen weiter, ehe wir an einer kleinen Ranch hielten und von dort einen atemberaubenden Blick sowohl auf den Schriftzug als auch auf die Stadt hatten. Hier legten wir auch noch eine kurze Pause ein und fuhren anschließend weiter zum sogenannten "Mulholland-Drive". Dies ist der bekannteste Aussichtspunkt auf die Stadt, den wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen wollten. Nach kurzem Stopp wollten wir nun aber endlich zu den Stars und Sternchen. Der Weg vom Mulholland-Drive zum Hollywood Boulevard war nicht sehr weit und so parkten wir schon bald in Nähe der "Namenssterne". Hier ließen wir uns einfach etwas mehr Zeit, da es viel zu viel zu entdecken gab. Hier hätten wir zu gerne mehr als Zwei Augen gehabt, da wir nicht wussten, ob wir uns die Sterne auf dem "Walk of Fame" oder die Gebäude und "Theaters" ansehen sollten. Neben einigen großen Stars der Film- und Musikbranche finden sich jedoch auch unzählige Namen unter den 2500 Namens-Sternen die wir noch nie gehört hatten.

Natürlich warfen wir noch einen Blick ins Hard Rock Café, den angebliche größten "Candy Store " der Welt und das Chinese Theater mit den Hand- und Fußabdrücken einiger Hollywood-Stars. Überwältigt von den vielen Eindrücken und nach fast zweistündigem Fußmarsch auch ziemlich k.o, setzten wir uns kurz ins Auto um eine Kleinigkeit zu essen, ehe wir unseren "Express-Drive" durch die Stadt fortsetzten. Als nächstes steuerten wir Beverly Hills an. Die Kluft zwischen den anderen Stadtteilen und Beverly Hills ist deutlich zu spüren. Außer den großen Banken stehen hier nur edle kleine Villen/Häuser, die von schön angelegten und gut gepflegten Parks umschlossen werden. So fuhren wir in ein Parkhaus um uns noch den Rodeo Drive anzusehen. Die Parkkosten hielten sich auch mit 2,75 $ in Grenzen..... doch leider waren das die Kosten pro Viertelstunde!!! Also nix wie raus... .Wir fanden schließlich doch noch einen Parkplatz, wo wir nicht das Gefühl hatten ihn bei den Kosten gleich für ein Jahr zu mieten, und schauten uns noch die teuren Geschäfte des Drives an. Nach kurzem Parkbummel wollten wir dann doch langsam mal etwas Richtiges essen und suchten uns die Adresse eines Walmarts raus um uns für die nächsten Tage mit Wasser einzudecken.

Am Ende des Tages waren wir dann beide jedoch so kaputt, dass wir nur noch ins Hotel zurück wollten und vorher nur noch kurz einen Abstecher nach McDonald’s machten um nicht mit ganz leerem Magen ins Bett zu gehen. Im Hotel sprang ich dann noch kurz in den Pool um danach völlig platt ins Bett zu fallen. Morgen steht die erste lange Route mit dem Auto an. Es geht durch den Joshua Tree Nationalpark und bis zur Lake Havasu City. Alles in allem gute 600 Kilometer. Deshalb ab ins Bett das wir morgen wieder fit sind.

 

Bis bald Frédéric

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© Frederic Linker