Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

Tag 3

Freitag, 3. Juli 2020
Rund um den See!

 

Es war laut die letzte Nacht… So laut, dass es nur schwer möglich war einzuschlafen. Und das wichtigste: Dafür war nicht Nele verantwortlich. Sie hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten gut in den Schlaf gefunden und tief geschlafen. Viel mehr war es das schwere Gewitter mit sehr viel Regen. Da wir mit dem Wohnwagen auch noch direkt unter einem Baum stehen, wurde alles nochmal lauter. Doch irgendwann gewöhnt man sich an alles und so konnten wir gut schlafen. Nachdem wir uns beim Frühstück für den Tag gestärkt hatten, trauten wir uns langsam wieder nach draußen. Also bei so einem Gewitter würde im Ruhrgebiet wieder alles schwimmen. Hier scheint der Boden wesentlich besser damit umgehen zu können, denn außer ein paar Pfützen war nichts mehr zu sehen.

Schnell begannen wir unser Vorzelt erneut aufzubauen. Wieder hakte es an der gleichen Stelle, doch ein Notanruf zuhause brachte die nötige Erkenntnis. Das Zelt stand also und wir überlegten, wie wir den Tag denn angehen sollten. Dicke Wolken hingen sowohl über den Bergen als auch über dem See. Doch Regen war eigentlich nicht angesagt und so planten wir mit Kinderwagen mal in den namensgebenden Ort Zell am See zu laufen. Ein Weg führte uns die 4 Kilometer durch ein Naturschutzgebiet, am See entlang durch Schüttdorf nach Zell am See. Hier schauten wir uns in der wirklich schönen Altstadt um und waren wirklich erstaunt, wie lasch die Österreicher doch mit ihren Corona-Regeln umgehen. Maskenpflicht besteht hier quasi nirgends mehr, Mindestabstand wird auch nicht groß geschrieben (1 Meter) und auch Menschenansammlungen, zum Beispiel am Schiffsableger waren keine Seltenheit. Doch genauso komisch fanden wir es, dass wir es komisch fanden nicht mit Maske in Geschäfte gehen zu müssen. Daher hielten wir uns weiterhin eher an die deutschen Regeln.

Gegen Mittag setzten wir uns in ein kleines Café mit Seeblick und gönnten uns ein Bier bzw. einen Apfelstrudel. Nele hatte indes den angrenzenden Spielplatz entdeckt und entführte abwechselnd Ann und mich zum Schaukeln oder einfach nur rumlaufen. Sie hat inzwischen richtig Spaß daran gefunden an der Hand die Welt zu erkunden. Nun mussten wir uns aber entscheiden, ob wir den gleichen Weg zurück gehen sollten, oder lieber weiter um den See laufen sollten. Da der Unterschied nur etwa 3 Kilometer waren, liefen wir also weiter einmal um den See. Nur das letzte kurze Stück gefiel uns nicht so sehr, da hier die Häuser dicht am Wasser gebaut stehen und man eigentlich nur Straße und Häuser sieht. Ansonsten ist der Rundweg wirklich schön. Zurück am Camping Platz hatte Nele nun etwas Zeit von uns verdient, die wir mit dem Besuch der Ponys und vielen Spielsachen verbrachten. Wir fuhren noch zusammen einkaufen und staunten nicht schlecht über die Benzinpreise von 1,01€ für Super.

Nach dem Abendessen klappte das Einschlafen heute auch schon viel besser. Wir kochten noch ein paar Bratkartoffeln und genoßen den lauen Abend. Morgen soll das Wetter viel besser werden. Wir haben noch über einen kleinen Trick die Kaprun Sommerkarte besorgt. Was das ist und wie es funktionierte? Morgen mehr.

 

Bis bald Frederic

 

 

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© Frederic Linker