Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

03.08.2016        Tag 16

Mittwoch, 3. August 2016
Ergreifende Erinnerung und Top of the Rocks!

Unser zweiter vollständiger Tag in New York steht heute auf dem Programm. Wir schlafen bis etwa acht Uhr und erholen uns von dem gestrigen sehr anstrengenden, aber auch wundervollen Tag. Heute wird es sicher nochmal eine Spur anstrengender werden, da wir nicht so eine lange Zeit im Bus sitzen und zuhören können. Heute sind Beine, Orientierung und gutes Zeit- und Raumgefühl gefragt. Nach einem typisch amerikanischen Frühstück mit Donuts und Toast packen wir alle Sachen für den Tag zusammen und machen uns auf dem Weg zur Metro. Unsere Haltestelle ist keine fünf Minuten zu Fuß entfernt, sodass wir schnell ins Zentrum des Geschehens kommen. Als erstes Ziel des Tages haben wir uns das World Trade Center ausgesucht. Zwar fahren wir nicht aufs neue OneWorld Trade Center, doch wir schauen uns zum einen die Gedenkstätte für die beiden Türme und die darin gestorbenen ca. 2500 Menschen an, sondern wollen auch ins Museum.

Als wir bei blauem Himmel ankommen, ist es zwar relativ voll, doch durch unseren New York Pass haben wir das Privileg an der Schlange vorbei zu gehen und direkten Einlass zu bekommen. Die hier typische Sicherheitskontrolle war ebenfalls kein Problem und so gingen wir uns das Museum anschauen. Dieses ist in drei größere komplexe aufgeteilt, wo erstens die Geschichte der Twin Towers erzählt wird, dann natürlich die Vorfälle am 11.09.2001 und drittens eine Halle, wo von jedem Opfer ein Foto mit seinem Namen hängt. Es sind viele Artefakte des Anschlags ausgestellt. Unter anderem befindet sich ein Feuerwehrauto welches total zerstört wurde hier. Außerdem das letzte entfernte Trümmerteil der beiden Türme. Die Geschichte wird hier sehr detailliert und mit vielen Bildern, Videos und Gegenständen dargestellt.

Ich muss zugeben noch nie in einem Museum so ergriffen gewesen zu sein. Denn jeder weiß wohl genau, was er an diesem Tag gemacht hat. Eine Mischung aus Betroffenheit, amerikanischem Patriotismus und Bewunderung macht sich breit. Einige Bereiche sind auch für Kinder unzugänglich, da die gezeigten Bilder, Videos und Gegenstände einfach schon sehr heftig sind. Obwohl das Museum wirklich toll war, waren wir froh wieder draußen in der Sonne zu stehen. Und wir brauchen eine gewisse Zeit um die Bilder erneut zu verarbeiten. Daher verweilen wir noch etwas an der Gedenkstätte, die aus zwei riesigen Pools besteht, die sich auf den Grundrissen der früheren Türme befinden.

Um sie herum sind alle Namen der Opfer  in Stahlplatten geschrieben. Vom World Trade Center aus machen wir uns zu Fuß auf in Richtung Brooklyn Bridge. Die älteste Brücke New Yorks führt über den Hudson River. Wir laufen nicht nur hin sondern auch rüber auf die andere Seite nach Brooklyn. Es herrscht ein munteres Treiben auf der Brücke, was durch das gute Wetter und die tollen Blicke auf Downtown Manhattan zu erklären ist.

Drüben angekommen setzen wir uns für eine Weile in den Empire Fulton Ferry Park und genießen den Ausblick und die Sonne. Nach einer Weile  und einem leckeren Eis, machen wir uns wieder auf den Weg. Zunächst an der Waterfront entlang, unter der Brooklyn Bridge hindurch und anschließend zurück zur Metro.

Unser nächstes Ziel war der Stadtteil Soho. Hier schauten wir uns eines der berühmtesten Bauwerke der Stadt an. Das Flatiron Building . Flatiron (Bügeleisen) heißt das Haus deshalb, weil es von oben betrachtet wirklich wie ein Bügeleisen aussieht. Dabei wurde es nur gebaut, um die Lücke zwischen der 5th Avenue und dem Broadway zu füllen. Toll sieht es dennoch aus.

Von hier laufen wir in Richtung Downtown durch Soho, Little Italy und Teile von Chinatown. Unterwegs stärken wir uns und schauen uns einige bunte Geschäfte an. Wir nahmen schließlich den Hop on Hop off Bus und fuhren bis zur Wall Street. Hier schauten wir uns das Financial District und natürlich die Börse von New York an. Der so bekannte Bulle, der die Stärke der Börse ausdrücken soll, war umringt von Menschen. Alle wollten ein Foto machen und ihn anfassen, da das Glück bringen soll. Brauchen wir nicht... Hatten bisher im Urlaub schon so viel Glück. Von hier aus ging unsere Reise weiter zurück zum Times Square. Wir hatten ja gestern für heute Abend Tickets für das Rockefeller Center besorgt und mussten bis 19:25 Uhr da sein. Ziemlich auf den letzten Drücker kamen wir auch an und fuhren nach kurzer Wartezeit und erneuter Flughafenkontrolle die 67 Stockwerke hinauf. Noch war es hell draußen, so dass wir wunderbar über New York blicken konnten. In die eine Richtung der riesige Central Park, in die andere Richtung Downtown und das Empire State Building.

Der Ausblick ist gigantisch und wir blieben oben bis es komplett dunkel war. Die Millionen Lichter, der Verkehr und die blinkenden Tafeln des Times Sqaures waren einfach der Hammer. Langsam wurde Ann dann aber frisch und wir fuhren wieder nach unten. Wir waren nun schon 13 Stunden unterwegs und wollten eigentlich nur noch ins Bett. Mit einem kurzen Zwischenstopp (Smoothie und Cheesecake) fuhren wir zurück zum Hotel. Fix und fertig werden wir heute schlafen wie die Steine, oder "The Rocks".  Morgen gibts dann Teil drei von New York. Erstmal aber in die Eistonne.

Bis bald Frederic

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© Frederic Linker