Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

Tag 12

Freitag, 18. August 2017
Wer hat an der Uhr gedreht?

So eine kleine Pause tut auf so einer Rundreise auch wirklich mal gut. Wir haben bereits knapp 3500 Kilometer hinter uns, daher war der Tag am See und Pool gestern wirklich schön. Zwar hätten wir auch gerne noch irgendetwas unternommen, doch so wahnsinnige Highlights sind in Boise (Boisie gesprochen) nicht zu erwarten. Deshalb war das schon ganz gut so. Nun ja und für heute erwarten wir auch nicht die wahnsinnigen Highlights. Wir fahren nach Kennewick, was circa 450 Kilometer weiter im Westen liegt. Eine Option wäre gewesen, sich den Mount Hood Nationalpark anzuschauen, doch dann wäre unsere Tagesstrecke auf über 1000 Kilometer angewachsen und darauf hatten wir beide keine Lust. Doch diese Zwischenstopps im nirgendwo hatten wir in Kauf genommen, um uns den Yellowstone anzuschauen. Aber die die nächsten Tage werden wieder deutlich aufregender. Also ließen wir uns heute morgen wieder etwas mehr Zeit und frühstückten ausgiebig in unserem wirklich guten Hotel. Wir packten unsere Sachen zusammen und planten bevor wir nach Kennewick fahren noch einen Stopp in Boise Downtown ein. Immerhin hatte uns dass die Dame von der Rezeption gestern empfohlen. Das Auto war wieder gepackt und wir en auf die Interstate in Richtung Downtown

Nach wenigen Meilen waren wir mitten drin. Das schachbrettartige Straßennetz der Stadt erinnerte uns an die anderen Großstädte der USA, die wir bereits besucht hatten. Es fehlten zwar die ganz großen Hochhäuser, aber ansonsten eine typische amerikanische Großstadt. Doch da wir so früh dran waren, war es noch sehr leer. Wir fanden bald einen Parkplatz und liefen in Richtung Capitol. Als Hauptstadt des Bundesstaates, war hier natürlich auch die Regierung ansässig. Überraschenderweise konnten wir einfach ins Gebäude und uns ungehindert umsehen.

Wir warfen einen Blick in die Senatssäle und bestaunten die wirklich tolle Architektur. Es war schon überraschend, dass wir weder kontrolliert, noch von irgendjemandem angesprochen wurden. Das Gebäude wirkte wie ausgestorben. Niemand war da. Den Saal empfand ich auch für einen Landesregierung sehr klein, doch wenn man bedenkt, dass der gesamte Bundesstaat unter 1,7 Millionen Einwohner hat, war das schon gerechtfertigt. Nachdem wir uns umgesehen hatten verließen wir das Gebäude und liefen noch ein paar Blocks ab. Doch sooo interessant war es dann nicht, weshalb wir mit dem Auto weiterfuhren.

Wir hielten ein weiteres Mal an der State University von Boise. Hier warfen wir einen Blick in das Footballstadion des Collage Teams der Boise Broncos. Der wirklich sehr nette Aufseher erzählte uns ein paar interessante Details über das Team. Besonders stolz war er, dass die Boise Broncos VOR ihren Namensvettern aus der NFL aus Denver (Denver Broncos) gegründet wurde. Nachdem wir den Cheerleadern noch ein wenig beim Training zugeschaut hatten, machten wir uns endgültig auf den langen Weg durch die Steppe von Idaho und Oregon. 

Wir wechselten auf halber Strecke die Zeitzone von der „Mountain Standard Time“  (MST) in die „Pacific Zone Time“ (PZT). Hierdurch gewannen wir eine Stunde. Dann kamen wir auch noch am Mittelpunkt zwischen Nordpool und Äquator vorbei. Was allerdings nur durch ein einfaches Straßenschild bekannt gemacht wurde. Wir teilten uns die Strecke „ehelich“ auf und fuhren jeder in etwa die Hälfte. Gegen 14 Uhr kamen wir schließlich in Kennewick an. Da hier wirklich nichts wirklich Interessantes zu sehen ist, wir jedoch noch nicht Einchecken konnten, fuhren wir zur Columbia Mall. Hier drehten wir eine große Runde und wurden auch fündig. Die Geschwister können sich freuen ;-)
Nachdem wir alles gesehen hatten, fuhren wir in Richtung Hotel.

Diese liegt wirklich sehr schön gelegen. Auf einer kleinen Insel im Columbia River liegt das Hotel mit einem kleinen Yachthafen. Als wir ankamen wurde gerade ein Soundcheck für ein Rock Konzert an diesem Abend durchgeführt. Die Tickets kosten zwar 35 Dollar, doch vom Pool mit Flussblick und unserem Zimmer können wir auch so alles hören. Das Konzert ist von der Band „Night Ranger“.

Wir wollen die wirklich heißen Temperaturen nutzen und legten uns noch an den Pool mit wirklich toller Aussicht. Das Hotel ist zwar auf Grund des Konzerts ausgebucht, doch wir finden noch Liegen am Pool. Viele Gäste nutzen leider den Poolbereich um sich auf das Konzert einzustimmen. Es ist also ziemlich laut. Doch mit der Zeit leerte es sich und wir konnten den Sonnenuntergang am Pool genießen. Während die meisten Gäste nun zum Konzert gingen, machten wir uns auf den Weg um etwas zu essen zu finden.

Ebenfalls auf der Insel befindet sich eine kleine „Brewery“. Es war sehr lecker. Auf dem Rückweg genossen wir noch den Blick auf den Fluss und ich hörte mir noch etwas das Konzert an. 
Morgen geht es aber endlich wieder mit Unserer Rundreise weiter. Wir werden zum Mount Rainer fahren. Dabei handelt es sich um einen Schichtvulkan im Bundesstaat Washington. Mit 4332 Metern ist er der höchste Berg des Bundesstaates. Mal sehen…. Ich glaube das wird super. 

 

Bis bald Frederic. 

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© Frederic Linker