Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

16.10.2015        Tag 13

Freitag, 16. Oktober 2015
Letzter Ausflug: Brücke!

Puuuuuh was eine Nacht. In Schiffschaukel ähnlicher Manier bewegte sich unser Schiff über die in dieser Nacht ziemlich raue Nordsee. Wir wurden in unseren Betten schon ordentlich umher gewirbelt. Daher stimmte auch unsere Vermutung, dass es in dieser Nacht wohl nur wenig Schlaf geben würde. Doch immerhin blieb bei uns beiden die Seekrankheit aus und wir werden leicht müde und ziemlich durchgeschüttelt geweckt. Durch die Lautsprecher in der Kabine begrüßt uns das Schiffspersonal freundlich in drei Sprachen und verweist auf die nun wieder geöffneten Restaurants, Shops und Bars. Gegen Morgen legt sich auch die See wieder ein bisschen und es wird ruhiger. Wir gehen zunächst wieder raus aufs oberste Deck um uns dort etwas frischen Wind ins Gesicht wehen zu lassen und anschließend noch ein paar Kekse mit Milch zu frühstücken. Bis zu unserer Ankunft in Ijmuijden sind es noch circa 2,5 Stunden, die wir nun noch auf dem Schiff verplanen wollen. Bereits gestern Abend haben wir ja am Service Deck nachgefragt, ob wir dem Kapitän auf der Brücke einen Besuch abstatten dürfen. Gestern ging dies auf Grund der Dunkelheit leider nicht, doch heute Morgen bekommen wir endlich die Erlaubnis und werden von einem Crew Mitglied abgeholt. Mit dem Fahrstuhl geht es auf Deck 11, wo uns der Kapitän mit auf die Brücke nimmt und uns an seinen 1. Maat übergibt, der gerade Dienst hat.

Der von Basti und mir liebevoll "Sergej" genannte Maat erklärt uns alles was man über die Instrumenten und Knöpfe so wissen muss und beantwortet uns alle Fragen die wir haben. Er erzählt uns über seinen bisherigen Werdegang auf See und nimmt sich wirklich viel Zeit um uns alles zu zeigen und Fotos zu machen. "Sergej" ( wie er richtig heißt wissen wir leider gar nicht mehr aber er kommt eindeutig aus Russland ) zeigt uns auf den Monitoren, dass quasi das ganze Schiff von der Brücke überwacht wird und dass eigentlich nur 10 Personen  benötigt werden um das Schiff zu bewegen. Schon wahnsinnig bei so einem riesen Kaan. Wir bedanken uns und machen uns wieder auf den Weg aufs Passagierdeck.

Bis zu unserer Ankunft ist es nicht mehr weit und viele Passagiere sitzen bereits in den Gängen und warten darauf wieder zu ihren Fahrzeugen zu dürfen. Wir drehen stattdessen lieber noch eine Runde durch den Shop und schauen uns nochmal die Whiskey Auswahl an, um nochmal einen Minirückblick auf Schottland zu bekommen. Als wir wieder aufs Außendeck kommen, laufen wir bereits in den holländischen Hafen ein. Jetzt ging alles doch irgendwie ganz schnell. Das Anlegen schauen wir uns noch an ehe wir unsere Kabine räumen und uns dann auch auf den Weg zu unserem Auto machen. Allerdings parken wir so ungünstig, dass wir quasi mit als letztes Auto erst das Schiff verlassen können. Doch die Zeit nutzen wir um uns mal anzuschauen wie viele Autos und LKWs denn so an Bord sind. Doch dann verlassen wir auch das Schiff und sind wieder auf dem Festland angekommen.

Die Rückfahrt verlief ohne spannende Zwischenfälle und wir kommen gegen 13:30 Uhr wieder zu Hause an. 2294,8 Kilometer sind wir seit unserer Abfahrt vor 12 Tagen nun mit dem Auto gefahren. Eine tolle Reise geht somit auch leider zu Ende. Wir haben Schottland ganz individuell kennengelernt und viele verschiedene Ecken des Landes erkundet. Ob Großstädte  wie Glasgow und Edinburgh oder aber verschiedene Seen  wie Loch Lomond oder Loch Ness, aber natürlich auch die Highlands  wo wir einige Berge erklommen haben und durch viele "Glens" also Täler gefahren sind. Die Menschen die wir getroffen haben sind uns immer sehr freundlich begegnet und wir haben einen überaus positiven Eindruck von der schottischen Bevölkerung mitgenommen. Beim Essen scheiden sich sicherlich die Geister. Das typische schottische Essen muss eigentlich frittiert sein und ist somit sowohl lecker als auch nicht ganz so gesund. Das Wetter hat es mit uns mehr als gut gemeint. Der Regen war oftmals nur sehr kurz und richtig nass wurden wir eigentlich nie. Dafür haben wir häufig die Sonne gesehen und konnten somit die wirklich tolle Natur umso mehr genießen.

 

Danke für die tolle Zeit Basti...,

 

es hat viel Spaß gemacht und bei der Überlegung welcher Tag jetzt der Beste war, gibt es keine eindeutige Antwort, denn jeder Tag war der Beste.

 

Bis bald Frederic

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© Frederic Linker