Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

28.07.2014        Tag 13

Montag, 28. Juli 2014
See you later alligator!

*Gähn* Guten Morgen zusammen... Heute beginnt bereits der 12. Tag unserer Reise und die Punkte auf unserer Karte nähern sich langsam wieder Orlando an. Tja aber damit zu hadern, dass der schöne Urlaub sich dem Ende neigt bringt ja nix, sondern wir sollten auch die letzten Tage mit voller Vorfreude und Spaß angehen. Heute Morgen gehen wir also erst um neun zum Frühstück. Die übliche Waffel, der gleiche unechte Saft mit 0 % Fruchtgehalt und die gleichen Kellogs Sorten wie jeden Morgen bringen wieder ein Stück Kontinuität in den sonst so abwechslungsreichen Rundtripp. Die Koffer haben wir bereits gestern Abend wieder reisefähig verpackt, sodass wir sie nun nur noch ins Auto schmeißen müssen und die Zimmerkarten abgeben brauchen. War wirklich das schlechteste Hotel bisher auf unserer Reise, wobei wir hier auch schon auf höherem Niveau meckern, da die anderen Motels wirklich allesamt super waren. Wir fahren also vom Hof und haben nun etwa 60 Meilen Interstate vor uns. Die sechs- bis achtspurige Straße führt uns in Richtung Sarasota. Bereits gestern haben wir ein wenig geplant, wie wir unseren Tag in Sarasota gestalten wollen. Unsere erste Adresse ist der "Myakka River State Park".​

Nun kann man sicher sagen:" Noch ein State-Park?" Ja klar, denn der Myakka State Park ist der größte und älteste in ganz Florida und bietet viele Wanderpfade und einen großen See. Nach etwa einer Stunde Fahrtzeit und einer neuen Folge der "5 Freunde“, kommen wir am Park an. Er liegt mitten im Myakka Forrest gebiet und daher quasi mitten im Wald. Es führt nur eine schmale Straße in Schlangenlinien zwischen den Bäumen hindurch. Da wir nicht genau wissen wo wir zuerst halten sollen, beschließen wir zum See zu fahren, der am Ende des Parks liegt. Hier legen auch Airboats ab um eine Runde über den See zu drehen. Doch solch eine Tour haben wir ja bereits in den Everglades gemacht. Uns interessierte etwas ganz anderes... Auf dem See und dem angrenzenden Fluss können auch Kanufahrten gemacht werden.  Was ein Gedanke... Wir im Kanu und um uns und unter uns Alligatoren !!! Super Sache... Wir fragen direkt nach den Konditionen und leihen uns auch gleich ein Kanu aus. Boot zu Wasser, Schwimmwesten an Bord und Paddel ins Wasser.

Der Ranger empfiehlt uns den Fluss hinauf zu paddeln, da wir dort vermutlich die meisten Alligatoren sehen werden. Da blieb uns nur noch zu hoffen, dass genug Fische oder anderes Essen vorhanden sind und wir einfach nicht schmecken mit Anti-Mücken-Dipp am Körper. Wir sind keine 5 Minuten auf dem Wasser, da geschieht jedoch erstmal etwas anderes sehr typisches.... Regen... ach was sag ich, PLATZREGEN!  Innerhalb weniger Minuten sind wir bis auf die Haut nass. Zum Glück hält der Regen maximal 10 Minuten an, doch es reichte eben um wie nach einem Poolbesuch auszusehen. Wenig später kommt zum Glück die Sonne wieder hervor, und der Regen wird vom Kummer zum Segen. Während es wieder weit über dreißig Grad ist, kühlt die nasse Kleidung den Körper wunderbar. So paddeln wir dahin und sehen immer wieder Alligatoren.

Teilweise liegen oder schwimmen diese nur wenige Meter neben unserem Boot oder tauchen unter unserem Boot davon. Doch durch das trübe Wasser können wir nicht weiter als 1-2 Zentimeter tief schauen. Komisches Gefühl zu wissen, dass unter einem gerade ein etwa 4 Meter langer Alligator herschwimmt...   Nach etwa einer Stunde

auf dem Fluss wenden wir und fahren den Weg nun gegen die Strömung zurück. Unsere nassen Sachen könnten inzwischen auch wieder vom Schweiß nass sein, so heiß ist es. Immer wieder sehen wir Gator oder anderer Sumpfbewohner. Wieder auf dem See angekommen, drehen wir noch eine kleine Runde und geben das Boot nach knapp zwei Stunden wieder zurück. Ein wundervoller Ausflug. Im Imbiss teilen wir uns einen Cesars Salad und anschließend gibts für jeden ein Eis. WOW die Kugeln waren bestimmt Faustgroß und mit diesem Wissen hätte es eine sicher auch getan. Auf einem Steg sehen wir zwei Anglern zu, die quasi im Minutentakt Fische am Haken haben. Direkt unter uns liegt ein riesiger Alligator, der auf kleine Leckerbissen der Angler spekuliert.

Als wir das Eis schließlich auf haben, fahren wir weiter um noch einen der Pfade zu laufen. Sie führen durch dichten Wald. An einer Aussichtsplattform legen wir die letzte Pause ein, ehe wir, am Auto angekommen, den Park wieder verlassen. Nach Sarasota und zu unserem Hotel ist es von hier aus nochmal etwa 20 Meilen. Unser Hotel liegt bereits wie die letzten beiden direkt am Tamiami Trail, der uns auch morgen bis nach Tampa führen wird. Wir sind einer von nur wenigen Gästen und werden wie in vielen Hotels zunächst zum Weltmeister Titel beglückwünscht. Da wir beide ziemlich k.o. sind und bei der Kanufahrt bereits viel Sonne abbekommen haben, legen wir uns eine Weile in den Schatten an den Pool und skypen mit "zu Hause". Gegen Sechs wollen wir dann aber doch nochmal los, um wenigstens ein bisschen von Sarasota zu sehen. Im Jahr 2011 wurde hier ein Strand zum schönsten Strand der USA gewählt. Der Siesta Beach. Klar dass wir den sehen müssen. Doch da Sonntag und zudem der Sonnenuntergang nicht mehr weit ist, ist es so brechend voll, dass wir ihn zwar schön finden, aber nun ja... Fort Myers Beach oder Sanibel Island waren da nicht wesentlich schlechter. Aber wir laufen dennoch ein Stückchen.

Der Sand ist hier ebenfalls puderzuckerweiß und -weich, sodass es echt Spaß macht darauf zu laufen. Den Sonnenuntergang sparen wir uns heute und fahren lieber noch ein wenig durch Downtown und an der Marina entlang, ehe wir zum Dinner ins "Outback Steakhouse" fahren. Sehr leckeres Essen und nur zu empfehlen.

Gut gesättigt fahren wir nun zunächst zum Hotel zurück, aber nur um uns kurz frisch zu machen, da wir ja noch nicht genug Action heute hatten. Zum Abschluss des Tages fahren wir zum Adventure-Golf mit lebenden Alligatoren und Golfbahnen in Tropfsteinhöhlen. Ein gelungener Abschluss den ich deutlich mit 44:54 für mich entscheiden kann. Nun reicht es dann aber doch und wir liegen im Hotel. Morgen geht’s nach Tampa wo wir auch schon wieder einige Pläne haben, die eigentlich nicht in 24 Stunden machbar sind. Aber mal sehen haben ja bisher auch immer alles irgendwie untergekriegt. Gute Nacht aus Sarasota.

 

Bis bald Frederic

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