Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

Tag 11

Donnerstag, 17. August 2017
Wer hat hier was von Strandurlaub gesagt?

 

Da die letzten drei Tage doch ziemlich anstrengend waren, beschlossen wir heute den Tag etwas entspannter anzugehen. Im Urlaub sollte ja nicht noch Stress aufkommen. Dafür bot sich der heutige Tag auch an, denn wir hatten eigentlich nichts geplant. Der nette Lodgebesitzer hatte uns ja einige Tipps gegeben, wie wir am besten fahren sollen, um (Zitat) „ auch mal die schönen Ecken von Idaho kennenzulernen“. Bisher hatten wir ja sehr viel Weide und weites, plattes Land gesehen. Ann hatte heute eigenmächtig den Wecker mal komplett ausgelassen, wodurch wir auch erst gegen acht wach wurden. Ja wir haben den Jetlag nun endgültig besiegt. Aber auf Grund der letzten Tage war das absolut ok. Das Motel bot zudem kein Frühstück an, sodass wir noch vor der Weiterfahrt einkaufen gehen mussten. Wir ließen uns aber heute mal alle Zeit der Welt und fuhren erst gegen halb zehn vom Parkplatz.​
 

Nach dem Frühstückseinkauf und dem Tanken, brachen wir nun endgültig auf in Richtung des Swatooth National Forest. Dieses Waldgebiet liegt inmitten der Berge von Idaho und bietet tolle Aussichten, Flüsse, Seen und Wälder. Wir suchten uns einen schönen abgelegenen Platz mit Bergblick, wo wir frühstückten. Es gab fest installierte Ferngläser, um in den Bergen nach den hier lebenden Schnee-Bergziegen Ausschau zu halten. Leider fanden wir keine. Doch wir genossen die Wärme Sonne und den herrlichen Ausblick. Nach einer Weile fuhren wir weiter durch die tolle Landschaft.

Es ging die Berge rauf und runter. Im Winter sind diese Straßen unpassierbar, da hier meterhoher Schnee liegt. Wir halten an einigen schönen Aussichtspunkten. Kurz vor der Stadt Stanley, fanden wir einen Wegweiser zum Stanley lake. Wir bogen ab und fanden uns an einem traumhaft gelegenen Bergsee wieder.

Der See war umringt von Bergen und Bäumen, die bis ans Ufer wuchsen. Auf den Bergspitzen lag noch Schnee, doch die Sonne brannte sehr heiss. Also tauschten wir für einen Moment die Rundreise gegen einen Strandurlaub und legten uns ans Wasser. Ich konnte der Versuchung nicht Wiedersehen und ging zudem eine Runde im glasklaren Wasser schwimmen. So eine Kulisse erinnerte doch sehr an Bilder von kanadischen Seen aus Alaska. Wir waren sehr froh über den Tipp aus der Lodge und verbrachten unseren Nachmittag am Wasser. Doch irgendwann erinnerten wir uns an den eigentlichen Plan dieses Urlaubs und saßen wieder im Auto.

Die 90 Meilen bis zu unserem Ziel in Boise waren sehr spannend. Es ging in engsten Serpentinen die Berge rauf und runter. Den ersten Teil fuhr Ann und ich übernahm den zweiten Teil. Wir kamen gegen halb sechs in Boise an. Boise ist die Hauptstadt von Idaho und nach Las Vegas schon das größte was wir diesen Sommer an Stadt gesehen haben. Unser Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen und hat zum Glück einen Pool. Also schnell wieder zurück gewechselt und wieder in den Poolmodus.

Die Temperaturen waren noch weit jenseits der 30 Grad, sodass wir in der Sonne aufpassen mussten nicht zu verbrennen. Auch hier im Hotel wurden wir wieder mal gefragt, ob wir wegen der Sonnenfinsternis da wären. Am 21. Findet in Amerika eine totale Sonnenfinsternis statt. Und in Boise ist sie auch zu 100 % zu sehen. Es ist die erste totale Sonnenfinsternis in Amerika seit 99 Jahren. Überall wird mit Verkehrschaos gerechnet. Wir werden am 21. In Port Angeles sein. Dort wird die Finsternis immerhin zu 92 % zu sehen sein. Brillen haben wir uns schon besorgt. Nun ja die Sonne ging auch in Boise langsam unter und wir gingen gegenüber unseres Hotels essen. Heute war ein wirklich erholsamer Tag, doch der war auch wirklich nötig nach den Wahnsinnstagen in den Nationalparks.

Für morgen sind wir noch gar nicht sicher was wir genau machen wollen. Wir haben mehrere Möglichkeiten zur Auswahl und werden uns spontan entscheiden. Also auch für uns eine Überraschung. Es geht übrigens bis nach Kenwick, von wo aus wir zum Mount Rainier fahren wollen. Jetzt machen wir uns noch einen schönen Abend im Hotel. 

 

Bis bald Frederic. 

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© Frederic Linker