Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

Tag 7

Sonntag, 13. August 2017
Berge, Regen und Safari!

 

Guten  Morgen Amerika. Mit den ersten Sonnenstrahlen wachen wir auf. Das Wetter macht einen stabilen Eindruck, obwohl eigentlich angesagt war, dass es heute immer wieder regnen sollte. Doch die Sonne strahlte durch die Wolken und tauchte diesen kleinen unscheinbaren Ort in warmes Licht. Wir freuten uns darauf endlich weiterfahren zu können, denn in Pinedale gab es nichts was uns auch nur einen Tag länger hier halten würde. Das überraschend sehr gute Frühstück lies uns gut gestärkt in den Tag starten. Wir packen unsere Koffer schon wieder mit Routine und es hält uns nicht weiter auf. Daher sind wir schon um halb neun wieder auf der Straße. Unser nächstes Hotel ist nicht mal 120 Kilometer entfernt, doch wir werden nicht direkt dorthin, sondern zunächst in den nächsten Nationalpark fahren. Das Hotel liegt in Jackson Hole, welches auch als Eingangstor zum Grand Teton Nationalpark angesehen werden kann. Die Fahrt dorthin war zwar sehr entspannt, doch leider zog sich der Himmel immer weiter zu. Als wir bereits im Teton Forest angekommen waren, kam auch der erste starke Regenguss herunter. Immerhin wurde so der ganze rote Staub aus Utah vom Wagen gespült. Zum Glück regnete es sich nicht fest und die Sonne schaute auch immer wieder durch die Wolken hindurch. Als wir uns Jackson Hole nähern, wird es auch wieder etwas freundlicher. 

Die Tetons, die dem Nationalpark und dem Forest seinen Namen geben türmen sich inzwischen rechts und links von uns auf und sind teilweise noch mit Schnee auf den Gipfeln belegt. Zwischenzeitlich sank die Temperatur auf 11 Grad ab, doch sie pendelte sich auf etwa 24 Grad wieder ein. Jackson ist so mit das komplette Gegenteil von Pinedale. Viele kleine Straßen mit Motels, Hotels und Shoppingmöglichkeiten. Viele Restaurants und alles gespickt mit Anspielungen auf Elche und Hirsche, die sowas wie das Markenzeichen des Nationalparks sind. Wir fahren allerdings zunächst schnell durch den Ort hindurch und kommen auch an unserem Hotel vorbei. Doch es geht direkt zum Eingang des Nationalparks. Wir wollen das trockene Wetter ausnutzen ehe es umschlägt. Am Visitor Center halten wir kurz an, um uns eine Übersichtskarte zu besorgen. Wir hatten im Vorfeld bereits recherchiert, wo wir auf jeden Fall gerne hin wollten. Doch dafür brauchten wir die Karte um zu schauen, in welcher Reihenfolge es am meisten Sinn ergeben würde.

Die Route ist schnell gefunden und unser erster Stopp soll bei Schwabachers Landing sein. Ein toller Name für einen wundervollen Ort. Ein kleiner Fluss im Vordergrund mit dem Grand Teton im Hintergrund. Wir laufen ein Stück und finden einen Biberdamm. Auch ein Biber schwimmt an uns vorbei. Einige Angler kommen uns entgegen und sind gut gegen Bärenangriffe vorbereitet. Hier im Park gibt es viele wilde Grizzlys und Schwarzbären. Allen Wanderern wird empfohlen ein Bärenspray bei sich zu tragen, um sich im Notfall verteidigen zu können. Wir bekommen nun schon ein mulmiges Gefühl und beschließen uns später auch eines zu besorgen. Weiter ging es durch den Park. An vielen Punkten hielten wir an und genossen die traumhafte Aussicht. Mit einem Auge waren wir immer auf der Suche nach Elchen, Bisons oder Bären. Leider zog sich der Himmel nun auch mehr und mehr zu und es regnete vereinzelt auch. So legten wir maximal kurze Fotostopps ein und fuhren weiter.

Durch den Nationalpark führt ein Rundweg, den wir komplett abfuhren. Zum Abschluss hatten wir den Tipp gelesen einen kleinen Schotterweg zu nehmen, da es hier häufig Elche zu beobachten gäbe. Wir folgen dem Rat und fahren den Weg. Unterwegs sehen wir einen Ranger stehen und im Vorbeifahren kann ich tatsächlich eine Elchkuh sehen. Wir beschließen anzuhalten und nachzuschauen. Doch als wir uns zu Fuß nähern, macht uns die Rangerin darauf aufmerksam, dass der Elch schon weg sei und es zu gefährlich sei hier zu Fuß unterwegs zu sein, da viele Bären in der Gegend seien. Also wieder zurück zum Auto und weiter. Wir kommen schließlich wieder in Jackson an und laufen zu Fuß eine Runde um den Town Square mit seinen vielen Geschäften.

Ein zwar sehr touristisches, doch gleichzeitig sehr schönes Städtchen. Hier kaufen wir uns nun auch unser Bärenspray, um bei der nächsten Wanderung „bewaffnet“ zu sein. Von hier aus ging es kurz zum Hotel zum Einchecken. Das Wetter hatte sich wieder etwas gebessert und so beschlossen wir die Runde nochmal zu fahren. Wir fuhren diesmal ein paar andere Orte an als bei der ersten Runde und hielten auch an einigen Aussichtspunkten am Snake River, wo wir hofften Wildtiere beobachten zu können. Immerhin fanden wir einen Königsadler im Baum sitzen. Ein wunderschöner Vogel. Doch die erhofften Elche fanden wir zunächst nicht. Das Wetter hält sich nun etwas besser und wir beschlossen auch die Schotterpiste nochmal zu fahren. Und dann ist auf einmal die Straße übersät mit Autos und Menschen. Hier muss was sein… Wir hielten und sahen links von uns im Gebüsch eine Elchkuh mit ihrem Jungen. Auch wenn die beiden noch ein paar Meter weg waren, war es wundervoll die beiden zu beobachten. Wir erinnerten uns an die Safaritouren in Afrika zurück und warteten ab, bis ein Ranger alle Schaulustigen wieder in die Autos verwies.

Nun sind wir zufrieden. Wir fuhren zurück nach Jackson und aßen noch eine Kleinigkeit. Anschließend ging es zurück ins Hotel. Morgen ist es dann endlich soweit. YELLOWSTONE. Wir erreichen den Ort, wo wir unbedingt hin wollten. Hoffentlich wird das Wetter etwas besser. Also gehen wir mal schlafen.

 

Bis bald Frederic

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© Frederic Linker