Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

01.09.2013        Tag 7

Sonntag, 1. September 2013
Page und der Antelope Canyon!


Bereits gestern sind wir ja nachdem wir durch den Grand Canyon Nationalpark gefahren waren, weiter auf dem Highway 89 in Richtung Norden, quer durch Indianergebiet bis nach Page gefahren. Heute stand keine längere Tour auf dem Programm, sondern wir wollten uns die vielen Sehenswürdigkeiten in und um Page herum näher anschauen. Zunächst hatte ich ein wenig bedenken, ob wir hier einen Tag mit Inhalt füllen können, doch am Ende des Tages muss ich sagen, dass sich hier auch eine Woche Urlaub machen lässt ohne das es einem langweilig wird. Wir begannen unseren Tag wie immer relativ früh mit dem Frühstück, welches auch hier im Bundesstaat Arizona nicht anders als in Kalifornien ausfällt. Das Übliche halt: Waffeln, Toast, Muffins etc. Danach war unser Plan zum Antelope Canyon zu fahren, da uns dieser bereits in Deutschland aufgefallen und zu den Top Zielen unseres Urlaubs hinzugefügt wurde. Beim Frühstück unterhielten wir uns mit zwei netten Amerikanerinnen, die uns noch einige nützliche Tipps für die nächsten Tage mit auf den Weg gaben. Wir bekamen mit, dass die Touren durch den Canyon (Alleine geht es nicht, sondern nur in Verbindung mit einem Navajo-Indianer als Führer) im Moment sehr ausgebucht seien.

Wir beschlossen einfach vor Ort nachzufragen und machten uns auf den Weg zum Canyon, der sich nur einige Meilen vor der Stadt befindet. Dort angekommen mussten wir uns noch zwischen dem sogenannten "Upper" und "Lower" Canyon entscheiden. Bei den extrem hohen Eintrittspreisen, beschlossen wir uns nur einen anzusehen. Kurzerhand entschieden wir uns für den "Upper Antelope Canyon" und mussten auch nur einige Minuten warten, ehe eine Tour startete. Mit ca. 12 Personen fuhren wir in einem offenen Jeep zunächst eine Viertelstunde durch ein sehr sandiges und trockenes Flussbett. Rechts und links türmten sich bereits Rote Sandberge auf die Felsen sehr ähnlich sahen. Nach etwa 5-6 Meilen erreichten wir schließlich den Eingang zum Canyon. Unsere Führerin erzählte uns wie diese Canyon zustande kommen, und dass sie immer noch wachsen, da sie nur aus zusammengepresstem Sand bestehen und bei jeder "Flash Flood" einige Millimeter an Canyon dazukommen. Der Antelope Canyon ist ein Slot Canyon und war wunderschön. Auf einer Strecke von ca. einer halben Meile ging es um enge Gassen und an großen Felsen vorbei. Immer wieder zeigte uns die Indianerfrau Felsen in die gewisse Figuren hinein interpretierbar waren, oder wo die besten Fotos zu machen waren. Die Tour dauerte ca. 1,5 Stunden ehe wir wieder am Parkplatz abgesetzt wurden. Der Himmel war leicht zugezogen, was unseren halb garen Gesichtern vom Vortag echt gut tat.

Nächster Stopp auf unserer Liste sollte die Horseshoe bend sein. Wir fuhren wiederum nur etwa 10 Meilen in Richtung Colorado River um dort unser Auto abzustellen und ca. 1,5 Km über Stock und Stein in die Wildnis zu wandern. Wir gingen auf eine Klippe zu, wo es bestimmt 150 Meter in die Tiefe ging und keine Absperrung vorhanden war. Der Ausblick war gigantisch. Wie auf dem Foto zu sehen macht hier der River eine 270° Wende um einen hohen Felsen. Der Blick war mindestens genauso überwältigend wie der Canyon zuvor. Man bekam nur vom runterschauen allein weiche Knie und ging automatisch wieder einen Schritt von der Kante weg. Hier machten wir einige Minute Rast ehe wir den Rückweg zum Auto antraten. Inzwischen war die Sonne wieder rausgekommen, doch es kündigte sich in der Ferne bereits ein Gewitter an, welches jedoch zum Glück erst spät abends auch wirklich ausbrach. Nach kurzer Mittagspause und einem Skype Telefonat mit meinen Eltern fuhren wir nun in Richtung Lake Powell, der sich ebenfalls bei Page befindet.

Wir machten halt am Glen Canyon Damm, der in den sechziger Jahren erbaut wurde und für den See verantwortlich ist. Hier schwingt sich auch die schöne Brücke über die Schlucht des Colorado. Hier besuchten wir zunächst das Visitor Center und gingen natürlich auch zu Fuß über die Brücke. Bis der Lake Powell nach Fertigstellung des Damms zum ersten Mal voll mit Wasser war gingen über 30 Jahre ins Land!!! Vom Damm aus fuhren wir noch ins angrenzende Glenn National Reservoir um am See ein wenig am Wasser zu sitzen und die tolle Aussicht sowie das Wasser zu genießen. Inzwischen war es sechs Uhr und wir waren trotzdem geschafft, obwohl wir keine lange Autofahrt hinter uns hatten und fuhren zum Hotel zurück.

 

Den ganzen Tag über hatten wir mit hohen Kragen und Mützen versucht unseren Sonnenbrand in den Griff zu bekommen. Bei über 40 Grad war dies jedoch nicht immer angenehm und so sprangen wir am Hotel angekommen in den Pool um unsere Körpertemperatur wieder in annehmbare Größen zu bringen. am Ende des Tages hatte ich mir dann noch vorgenommen, endlich ein echtes "American Ribeye Steak" essen zu gehen.

Der absolute Wahnsinn !! Ja so ging ein wundervoller Tag mit ganz vielen neuen Eindrücken zu Ende. Morgen wird wieder gefahren. Wir verlassen Page und Arizona in Richtung Utah und en Zion National Park. Insgesamt werden es ohne Stopps wieder ca. 350 Km Strecke sein, gespickt mit vielen tollen Landschaften. Dazu verlieren wir in Utah eine zusätzliche Stunde, da wir in eine andere Zeitzone fahren. Also viel vor und trotzdem keine Zeit :-)

So dann mal ab in Bett mit tollen Bildern von heute und voller Vorfreude auf Morgen.

 

Bis bald Frederic

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© Frederic Linker