Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

21.07.2014        Tag 6

Montag, 21. Juli 2014
Südlichster Punkt der USA: Check!

Ein neuer Tag ein neues Ziel. Nach den zwei Übernachtungen ein Miami Beach geht unsere Reise heute weiter. Ziel ist Key West, die letzte und größte Insel der Florida Keys. Bevor wir die Fahrt jedoch antreten, frühstücken wir schnell noch und versuchen unseren Zimmerschlüssel abzugeben, was gar nicht so einfach ist, da das Büro nicht besetzt ist und es auch keine Möglichkeit gibt den Schlüssel sonst wo abzugeben. Da die Hotelbesitzerin jedoch mit auf dem Grundstück wohnt, muss die gute Dame leider dran glauben und sonntags noch vor neun Uhr aufstehen. Im Schlafanzug öffnet sie uns mit verschlafenem Blick die Tür nimmt den Schlüssel entgegen und ist auch schon wieder verschwunden. Es scheint, als seien wir die ersten Gäste überhaupt, die am Wochenende das Hotel vor 12 verlassen. Nun ja die Sache ist erledigt und wir hatten uns vorgenommen, nachdem wir gestern ja bereits die Busrundfahrt durch die Stadt gemacht hatten, heute noch die Tour durch Miami Beach zu machen, da unser Ticket von gestern noch gültig ist.                                  

Die Tour ist ähnlich gut wie gestern, nur dass gewisse Fakten und Infos sich wiederholen, da diese auf beide Touren zutreffen. Doch wir fahren an den vielen Art Deco Hotels und Gebäuden vorbei und werden mit mehr Infos bedient als notwendig. Gegen Viertel vor elf kommt der Bus schließlich wieder an der Ausgangsstation am Bayside Marketplace an, wo unser Auto wartet. Nun soll die Reise aber weitergehen. Wir haben eine Route herausgesucht, auf der wir keinerlei Maut zahlen müssen. Zwar benötigen wir so etwas mehr Zeit, doch der Weg ist auf diesem Stück sicher auch das Ziel. Insgesamt sind es von Miami bis zu unserem Hotel auf Key West ca. 150 Meilen, also etwa 225 Kilometer. Bis auf das erste Stück, was uns entlang der Route 1 durch mehrere kleine Ortschaften führt, wo wir immer wieder an Ampeln halten müssen, kommen wir sehr gut voran. Wir müssen nur geradeaus fahren, wodurch wir uns zumindest nicht verfahren können.

Das Wetter ist herrlich und wir sehen viele schöne Stellen, an denen wir gerne halten möchten, doch wir verschieben diese Stopps auf morgen, wo wir einfach mehr Zeit haben. Wir möchten so schnell wie möglich Key West erreichen, um uns die Insel näher anzuschauen. Nach gut 3,5 Stunden Fahrzeit erreichen wir schließlich die Insel und finden auch auf Anhieb unser Hotel. Wie gehabt bringen wir nur schnell das nötigste aufs Zimmer und machen uns direkt zu Fuß auf die Insel zu erkunden. Unser Hotel, das Wicker Guesthouse, liegt nahezu perfekt direkt an der Duval Street, der absoluten Hauptstraße der Insel. Hier liegen viele Bars, Restaurants und kleine Läden. Sowohl der Baustil als auch die Palmen, die Musik und die vielen Zigarrenläden ähneln sehr den Vorstellungen der Karibik. Wir wollen uns zu Fuß zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten von Amerika machen, der sich hier befindet. Doch wie aus dem Nichts fängt es auf einmal an zu schütten.

Ein Gewitter zieht über uns hinweg. Wir "retten" uns unter ein Vordach eines Hotels und warten hier solange ab, bis der Regen vorbeigezogen ist. Was überbleibt sind völlig überschwemmte Straßen. Der Himmel klart hingegen sehr schnell wieder auf und macht die Sonne wieder frei. Einen großen Vorteil hat die Sache dann doch gehabt. Das Denkmal am südlichsten Punkt ist menschenleer, wo sonst hunderte Menschen anstehen um ein Foto zu schießen, befindet sich nur eine große Pfütze.

Nur einige sehr wenige sind mit uns vor Ort. Wir schießen schnell ein paar Fotos und machen uns wieder auf den Weg. Schon als wir weiter gehen, füllt sich der Platz wieder. Aus allen Ecken und Enden strömen die Menschen herbei, dabei sieht man hier " nur " diese Tonne mit der Aufschrift " 90 Miles to Cuba". Aber es ist halt das Wahrzeichen von Key West. Wir laufen nun die Duval Street in die andere Richtung bis zum Ende, wo wir am Hafen herauskommen. Die Sonne brennt inzwischen wieder so stark, dass es ohne Schatten kaum auszuhalten ist. Wir laufen eine große Runde, bis wir wieder im Hotel zurück sind um uns für den Abend heute mal schick zu machen. Frisch geduscht und gestylt machen wir uns wieder auf den Weg um den berühmten Sonnenuntergang am Sunset Pier zu beobachten. Hunderte Menschen säumen die Pier und starren auf die Sonne die sich langsam hinter eine kleine vorgelagerte Insel verkriecht.

Ein echt schöner Sonnenuntergang, aber wir sind beide der Meinung, dass es nicht der schönste war den wir bisher gesehen haben. Auf dem Rückweg über die Duval Street, suchen wir uns schließlich noch ein nettes Restaurant heraus, wo wir unter freiem Himmel essen. Die Straßen leeren sich ziemlich schnell und als wir fertig sind, sind nicht mehr viele Bars gefüllt. Wir holen uns noch einen Daiquiri to Go im Fat Tuesday und kehren zum Hotel zurück, wo ich noch eine Runde im Pool drehe. Key West ist eine echt schöne Insel, die vor allem wegen des Southpoint wohl sooo beliebt ist. Morgen steht Inselhopping auf dem Programm. Wir fahren bis zur Key Largo, wo unser nächstes Hotel liegt, wollen aber unterwegs all die Punkte mitnehmen, die uns bereits auf der Hinfahrt aufgefallen sind. Also mal sehen was da so auf uns wartet.

 

Bis bald Frederic

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© Frederic Linker