Herzlich Willkommen
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Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

05.08.2015        Tag 13

Mittwoch, 5. August 2015
Letzte Safari und schönes Durban.

Allen regelmäßigen Bloglesern wird beim gestrigen Blogeintrag aufgefallen sein, dass dieser nicht mit Bildern ausgeschmückt war und auch nicht sonderlich schön formatiert war. Leider hing ich nach unserem gestrigen Fischessen etwas in den Seilen und hatte mir irgendwie den Magen etwas verdorben, wodurch ich direkt ins Bett gewandert bin. Ann-Kristin hat immerhin noch den Blogeintrag hochgeladen gehabt. Nun ja mir war heute Morgen immer noch etwas flau im Magen, doch es ging schon.​

Unser Wecker ging um kurz vor fünf und es fiel uns dann doch schwer heute aufzustehen. Wir hatten gestern ja schon alles reisefertig gemacht und mussten uns eigentlich nur anziehen und für die Abreise vorbereiten. Gegen halb sechs waren wir soweit und packten alle Sachen ins Auto. June war wie versprochen schon wach und packte unsere wirklich tollen Frühstückspakete mit Obst, Sandwiches, Orangensaft  und Joghurt.  Nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir im Dunkeln los um zum Hluhluwe Imfolozi Game Park zu fahren. Unsere letzte Big Five Safari in diesem Urlaub. Der Weg war eigentlich gar nicht so schwer und das kurzzeitige Verfahren schieben wir einfach mal auf die Uhrzeit. Wir fahren in den Sonnenaufgang und brauchen bis zum Gate des Parks circa eine gute Stunde. Dort gab es wieder die üblichen Formalitäten, doch da wir so früh waren, liefen diese sehr zügig ab. Schnell konnten wir die Schranke passieren und uns auf die Pirsch begeben.

Natürlich betrachteten wir den Park auch im Vergleich zum wirklich hervorragenden Kruger NP. Es fallen direkt einige Unterschiede auf. Vor allem die Landschaft. Diese ist im Hluhluwe wesentlich bergiger als im Kruger. Die Straßen schlängeln sich nur so durch die Berge. Es wirkt auch alles etwas grüner, obwohl natürlich auch hier Wasserknappheit herrscht. Bereits nach wenigen Metern machen wir Bekanntschaft mit dem hier am häufigsten vorkommenden Tier. Dem Pothole. Diese werden unterschiedlich groß und können eine Länge und Breite von über einem Meter erreichen. Dazu sind sie für den Menschen direkt eher ungefährlich. Doch ein besonderes Interesse haben diese Viecher an Menschen in Autos. Ihre Lieblingsspeise sind Reifen oder Stoßdämpfer.... Genau SCHLAGLÖCHER! Dass ist der andere große Unterschied zum Kruger. Selbst auf den Hauptstraßen sind soooo große und viele Schlaglöcher, dass wir in "Mission-Impossible-Manier" um diese herumschleichen müssen. Klappt nicht immer... Während die SUVs diese teilweise einfach überfahren, haben wir in unserer Knutschkugel jeden einzelnen gemerkt. Daher fällt das Tiersuchen für den Fahrer leider weitestgehend flach. Ann muss also den Part alleine übernehmen und meistert ihn mit Bravur. Ich zähl hier einfach nur mal die Tiere auf, die wir gesehen haben: Zebras, Gnus, Giraffen, Löwen, Büffel, Nashörner, Impalas, Nyalas und Kudus. Wir standen auch an einem Punkt wo Geparden zusehen waren, doch als wir mit unserem Auto endlich in die richtige Position kamen, waren sie leider weitergezogen. Schade aber so ist die Natur.

Wir fahren die sogenannte Imfolozi Schleife und brauchen auf Grund der schlechten Straßen für die nur knapp 50 Kilometer knapp 4 Stunden. Gegen elf Uhr kommen wir am Cengeni Gate an und verlassen den Park am westlichsten Punkt. Bis zur nächsten Stadt nach Ulundi sind es noch 30 Kilometer. Unsere Reifen scheinen gehalten zu haben, was bei den Straßen wirklich keine Selbstverständlichkeit war. Das Tor welches wir ausfahren, wird vermutlich eher selten genutzt, da man sich hier mitten im Nirgendwo befindet. Die Dörfer die hier liegen wirken alle sehr ländlich und daher auch sehr arm und karg. Die Häuser sind zum großen Teil die Rondavells, wie sie die Swasis und Zulus bauen. Immerhin sind viele Hütten schon aus Stein gebaut. Wir sind also mitten in Südafrika gelandet, so wie es außerhalb der touristischen Attraktionen aussieht. Die Schlaglöcher sind hier deutlich weniger, doch die Gefahr ist nicht weg, sondern verteilt sich einfach nur anders. Die Schlangenlinien die wir nun fahren müssen, sind wegen Ziegen und Kühen die gerne mal mitten auf der Straße an einem, vom LKW gefallenen, Zuckerrohr knabbern und auch keine Anstalten machen vor Autos zu weichen. Alles nicht ungefährlich, doch da haben wir uns hier so langsam dran gewöhnt. Bis Durban sind es noch circa 260 Kilometer, von denen wir etwa die Hälfte durch diese Dörfer zurücklegen, ehe wir an der Küste ankommen und dort wieder auf die Autobahn fahren. Diese sind hier wirklich gut ausgebaut und Schlaglöcher und Ziegen sind hier eher selten, doch es ist in Südafrika normal, dass Menschen die teilweise 6 Spurigen Autobahnen überqueren, da es Brücken nicht gibt, aber Städte häufig um die Autobahnen herum gebaut werden. Nun ja ist halt so. Dennoch kommen wir auf der Autobahn gut voran. Es muss ab und zu mal Maut gezahlt werden, doch diese bewegt sich immer zwischen 15 Cent und 1,50 €.

Wir sind ziemlich k.o. Als wir endlich gegen 14:45 die Skyline von Durban erblicken. Quasi saßen wir ja nun auch 8 Stunden im Auto. Unser Hotel in Durban liegt wirklich schön. Es ist das erste Hotel direkt an der Strandpromenade und wir checken schnell ein. Unser Zimmer liegt im 11. Stock mit herrlichem Meerblick. Mal wieder ein WOW Effekt, auch wenn wir ihn nicht sehr lange haben werden. Auf unserm Zimmer verlieren wir jedoch gar nicht viel Zeit, denn es ist noch hell draußen und das wollen wir natürlich nutzen um ein bisschen was von Durban zu sehen. Wir hatten ja nicht sehr viel Gutes gehört, was die Sicherheit betrifft, doch die Strandpromenade überzeugt uns direkt. Ich hatte mir vorher überlegt zum WM-Stadion von Durban zu laufen, da dieses nur etwa 1 Kilometer von unserem Hotel entfernt ist. Dort gibt es die Möglichkeit auf das Dach zu fahren und am höchsten Punkt der Stadt einen tollen Ausblick zu genießen. Wir schnappen uns die Kamera und etwas Geld und lassen alles Unnötige direkt im Safe. Das Wetter ist wie bereits den gesamten Urlaub Spitze. Man sieht, dass zur WM hier einiges neu gemacht wurde. Die Promenade sieht fabelhaft und super gepflegt aus. Der Weg zum Stadion führt am Strand entlang und nach knapp 10 Minuten sind wir auch schon da. Wir kaufen zwei Tickets für je 60 Rand (4,30 €) und fahren mit dem Sky-Train auf den Bogen, der das Stadion überspannt.

Die Aussicht ist wirklich gigantisch und von hier oben sehen wir erst einmal welche Ausmaße diese Stadt hat. Der Ausblick auf die Küste und das Landesinnere zeigen zudem die Unterschiede zwischen Arm und Reich und neu und alt genau auf. Es ist zwar windig hier oben, doch nicht zu kalt. Wir genießen die untergehende Sonne und das tolle Panorama, und fahren dann nach einer Weile wieder runter. Auf dem Weg zurück bieten sich tolle Fotomöglichkeiten mit der untergehenden Sonne. Ursprünglich wollten wir direkt wieder ins Hotel, doch wir fühlen uns sehr sicher und laufen erst durch eine Mall direkt am Meer und anschließend beschließen wir, die Promenade noch in die andere Richtung zu laufen. Zumindest der Teil von Durban ist wunderschön. Die Promenade ist voll von Joggern und sonstigen Sportlern und mehrere Bars und Cafés bieten Platz.

Wir laufen eine Weile und schauen den Surfern zu. Auf einer Pier haben wir eine tolle Sicht auf die Skyline im halbdunkeln, was mit den vielen Lichtern ein bisschen an Miami erinnert. Als es schließlich dunkel wird machen wir uns auf den Rückweg. Viel mehr werden wir von Durban nicht zu sehen bekommen, da wir morgen gegen 12 Uhr unseren Wagen am 30 Kilometer entfernten Flughafen abgeben müssen. Doch ganz ehrlich... Reicht auch. So bleibt uns Durban auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung. Zurück im Hotel werden wir heute nicht mehr viel machen. Wir sind seit 5 Uhr auf den Beinen und hundemüde. Heute werden wir nicht mehr essen gehen. Wir essen die Reste von den Frühstückspaketen und was wir sonst noch so übrig haben. Morgen steht uns ja ein anstrengender Reisetag bevor. Fahrt zum Flughafen, Mietwagen abgeben, Flug, Mietwagen abholen, Fahrt zur Lodge. Wenn das alles reibungslos verläuft, melden wir uns morgen aus der Mother City.          

 

KAPSTADT 

 

bis bald Frederic. 

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© Frederic Linker