Herzlich Willkommen
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Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

26.07.2016        Tag 3

Sonntag, 26. Juli 2015
Casper, Kiko und der Schock!

Wir machen uns also auf den Weg von den Pottholes auf gleichem Weg zurück. Wir fahren durch wunderschöne Landschaften mit vielen Wäldern, wo allerdings immer wieder schwarze Flecken zu sehen sind, weil hier ein Feuer gewütet hat. Im Sommer ist das hier sicher ein riesen Problem. Die Straßen erinnern uns ein wenig an Kalifornien. Mit den tollen weiten Blicken, der Sonne und der doch sehr einsamen Straße lassen sich einige Parallelen finden. Wir erreichen schließlich nach etwa 30 Minuten Graskop und fahren schnurstracks weiter nach Hazyview. Eine weitere Dreiviertelstunde später erreichen wir den Ort und biegen auf eine Schotterpiste ab. Bereits auf den Serpentinen nach Hazyview wurde vor Schlaglöchern gewarnt, die in Deutschland wahrscheinlich einen Feuerwehreinsatz ausgelöst hätten, da ein Fahrradfahrer durchaus komplett verschwinden könnte. Hier wird nur kurz darauf hingewiesen und anschließend werden die Reifen und Achsen ihrem Schicksal überlassen. Zurück zu unserer Schotterpiste, wo die Schlaglöcher zwar weniger sind, dafür umso mehr Bodenwellen. Wir werden ziemlich durchgeschüttelt, aber erreichen mit augenscheinlich vier funktionierenden Reifen und den Achsen das Ziel. Wir fahren durch ein großes Eingangstor mit der Aufschrift "Elephant Sanctuary". Es ist inzwischen 14:45 Uhr und um 15 Uhr haben wir eine Tour mit den großen grauen Säugetieren gebucht. Nachdem wir unsere Daten an der Rezeption abgegeben haben, warten wir bei einem Tee im Freien auf unseren Guide und beobachten die vielen Affen die über uns durch die Bäume springen und dicht an uns vorbeirasen. Nur wenige Minuten nach drei, erwartet uns unser Guide und erläutert uns, was auf uns zukommt. Zunächst gehen wir ein paar Minuten über das große Gelände und halten an den Stallungen der Tiere. In diesem Waisenhaus leben zwei Elefanten, die angeblich vor der Tötung gerettet wurden. Casper und Kiko, wie die beiden heißen sind 14 und 26 Jahre alt und gehörten einst zwei privaten Familien, denen die Tiere allerdings schnell zu groß wurden. Daraufhin landeten die beiden in dieser Station, wo es ihnen, unserem Anschein nach, ganz gut zu gehen scheint. Unser Guide erzählt uns anschließend sehr ausführlich alles, was man über Elefanten so wissen muss. Anatomie, Abstammung und besondere Merkmale. Wir sind jetzt Elefantenkenner. Nachdem wir wirklich viel erfahren haben, laufen wir durch dichten Wald und sammeln uns auf einer Lichtung. Wenige Minuten später schleichen hinter uns die beiden sechs Tonnen schweren Riesen heran. Sehr beeindruckend. Nun dürfen immer zwei Leute zu einem der beiden Tiere und diese streicheln, füttern und bestaunen. Die Haut eines Elefanten fühlt sich zum einen sehr rau an, doch an manchen Stellen ist sie sehr zart und weich. Auch der Rüssel fühlt sich unheimlich schön an und ist sehr warm. Zum Abschluss bekomme ich noch einen "Elefantenkuss" auf den Hals gedrückt. Irres Gefühl.​

Nachdem alle 12 Personen diese tolle Erfahrung gemacht hatten gingen wir den Waldweg zurück und trafen uns auf einem weiten Feld. Die Elefanten kamen wenig nach uns an und blieben vor uns stehen. Nun durften wieder immer zwei Personen zu den Elefanten gehen und sich den Rüssel schnappen. Mit "Benni Blümchen" im Schlepptau ging es dann eine große Runde spazieren... einfach ein wundervolles Gefühl. Spannend war auch, dass die Menschen dabei mehr Geräusche von sich gaben, als die Tiere.

Anschließend stiegen wir auf einen Turm, von wo aus wir auf die Rücken der Elefanten durften. Anns Herz konnte selbst ich noch hören wie es vor Nervosität nur so rumste, doch als wir auf Caspers Rücken Platz genommen hatten, entspannte sie sich sehr schnell und ein breites Grinsen war zu sehen. Der Rücken eines Elefanten ist ja bekanntlich ziemlich breit, womit die geübte Reiterin natürlich gar keine Probleme hatte. Ich hatte hingegen das Gefühl, dass ich mein Becken anschließend aus 1000 Teilen wieder zusammensetzen müsste und dass ich meine Beine bis hinter die Ohren klemmen kann. Egal... es war ein unvergessliches Erlebnis. Nach etwa 15 Minuten und einem Ritt über Stock und Stein kamen wir wieder am Einstiegsturm an und wechselten

Hiermit endete dieses Event für uns und wir wurden von unserem Guide zurück zur Rezeption gebracht, wo wir uns noch einen Tee und eine Sprite gönnten, ehe wir zurück zum Auto gingen. Wir fuhren wieder in Richtung Hazyview und da wir seit dem Frühstück nichts gegessen hatten, beschlossen wir nach dem Tanken mal etwas essen zu gehen. Als "Weiße" vielen wir hier ziemlich auf als wir durch ein bereits geschlossenes Shopping Center schlenderten, um noch ein paar Einkäufe zu tätigen. Die Sonne ging draußen langsam unter und wir beschlossen, heute mal Fast Food zu wählen. Bei KFC wurden wir satt und fuhren anschließend die gut 40 Kilometer lange "Schweizer-Käsepiste" zurück nach Graskop, wo wir bei tiefster Dunkelheit gegen 19 Uhr an unserer Lodge ankamen. Es war ein wundervoller Tag gewesen. Wir machten den Kamin an, öffneten uns die gekaufte Flasche Weißwein und schauten uns ein paar Bilder des Tages an. Ein perfekter Tag  doch dann....

Rummms.... Irgendwas musste ja noch passieren. Nachdem die ersten Tage ja bereits nicht wirklich perfekt liefen, sollte uns auch an diesem Tag noch eine böse Überraschung blühen. Beim Aufräumen des Zimmers und der Koffer fiel Ann-Kristin auf, dass in ihrem Koffer etwas fehlte. Ihre Wanderschuhe waren nicht zu finden. Zunächst dachten wir daran, sie vielleicht zu Hause vergessen zu haben, doch eine über Whats App eingeleitete Suchaktion brachte keinen Erfolg. Sie wurden gestohlen! Und damit war klar... Anns Koffer musste geöffnet worden sein. Ein Scheißgefühl... Daraufhin fanden wir noch heraus, dass auch eine unserer Taschenlampen fehlte. Ansonsten scheint aber alles da zu sein. Sehr ärgerlich das Ganze. Aber nun gut, wir müssen das wohl so hinnehmen und können im Moment nichts dagegen tun, sondern versuchen uns mit den positiven Erlebnissen des Tages wieder aufzumuntern.

Morgen fahren wir den Rest der Panorama Route und besuchen zuvor die verlassene Goldgräber Stadt "Pilgrims Rest". Anschließend fahren wir weiter in den Norden um dort in den Kruger Nationalpark zu fahren. Wir freuen uns auf weitere Tiere und tolle Eindrücke. Bis dahin machen wir noch die Weinflasche leer, denn es darf leider kein Alkohol mit in den Park genommen werden. Wie schade...

 

Bis bald Frederic 

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© Frederic Linker