Herzlich Willkommen
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Frederic und Ann-Kristin
Frederic und Ann-Kristin

04.08.2015        Tag 12

Dienstag, 4. August 2015
Vom Winde verlegt.

Unser Urlaub vom Urlaub neigt sich langsam dem Ende entgegen und morgen geht's weiter auf unserer Tour durch Südafrika. Wir werden morgen das Kwazulu Natal verlassen und an der Küste entlang nach Süden fahren. Unser Ziel für morgen ist Durban. Doch heute haben wir ja nochmal einen sonnigen Tag in St. Lucia vor uns. Unser Frühstück beginnt heute um 8:15 Uhr und ist wie bereits in den letzten Tagen wunderbar. Auf der Außenterrasse serviert uns June wie die letzten Tage auch ein Omelett und auch sonst fehlt es an nichts. Bei den Planungen für den heutigen Tag hat June für uns bereits tolle Arbeit geleistet und unsere Tickets für die Kajak-Tour ab mittags besorgt. Sie erklärt uns wo wir zum Treffpunkt erscheinen sollen und gibt uns zudem noch einen Flyer mit Informationen über ein afrikanisches Handarbeitsgeschäft, wo wir am Vormittag noch hinfahren wollen. Während des Frühstücks machen wir uns zudem Gedanken, was wir denn morgen noch machen wollen, oder ob wir einfach nur nach Durban durchfahren sollen. Ich hab aber immer noch Lust auf Safaris und hier wird die letzte Chance in diesem Urlaub sein, nochmal Tiere zu sehen. Ann-Kristin findet die Idee auch ganz gut und so beschließen wir, morgen noch eine Safari in den Hluluweh Umfolozi Park zu machen. Damit sich das auch lohnt und wir nicht in Stress kommen, werden wir aber schon um halb sechs hier aufbrechen um mit der Öffnung der Gates in den etwa 50 Kilometer entfernten Park zu fahren und dort noch ein letztes Mal auf die Suche der Big Five zu gehen. Wir erzählen June davon und sie bietet uns an, dass sie morgen ein Frühstückspaket für uns fertig macht und uns um halb sechs dann in der Küche erwarten wird. Geiler Service oder? Wir frühstücken in Ruhe zu Ende und machen uns schließlich auf den Weg in den nur wenige Kilometer vor St. Lucia gelegenen "Cranden Craft Market".

Der Laden liegt auf dem Gelände eines Golfplatzes und wir müssen am Tor wieder einmal alle Daten von uns eintragen und bestätigen, dass wir tatsächlich einfahren wollen. Viel Bürokratie aber wenn es der Sicherheit dient, macht man das doch gerne. Der Laden ist komplett leer und man lässt uns in Ruhe schauen. Keine afrikanischen Muttis, die uns "gut Preis" versprechen und eine große Auswahl sprechen absolut für den Laden. Wir schauen uns besonders die aus Holz geschnitzten Sachen an, da wir die besonders schön finden. Am Ende kaufen wir auch tatsächlich ein paar Sachen, die am besten alle irgendwie ins Handgepäck müssen... Naja wird schon passen. Draußen trinken wir im Tea-Garden noch einen Kaffee und einen Milchshake (ratet mal wer was hatte) und fahren anschließend zurück nach St. Lucia.

Es ist kurz vor 12 und die Zeit reicht nicht mehr wirklich um noch an den Strand zum sonnenbaden zu fahren. Wir ziehen unsere Badesachen aber schon mal an, da wir die ja auch im Kajak brauchen werden. Ich beschließe, da ja Sommerurlaub ist, nun endlich mal in den Pool zu gehen. Draußen sind schließlich immerhin 27 Grad, da sollte doch ein bisschen Schwimmen im Pool gut funktionieren. Doch dabei vergisst man hier schnell, dass es nachts auch mal gut und gerne nur 7 Grad sind und dass der Pool hier eigentlich immer im Schatten liegt. Egal... Sommerurlaub und Pool gehören zusammen. Ans Meer braucht man hier eigentlich gar nicht zu denken.  Bei den Monsterwellen  und der Wahnsinnsbrandung grenzt schwimmen hier an einen Selbstmordversuch. Also muss der Pool herhalten, doch ich brauche dann doch eine Weile ehe ich meinem Körper die gefühlten 12 Grad antun möchte. Ann hat draußen ihren Spaß wie ich da im Wasser meine Grimassen schneide und mich dabei Zentimeter um Zentimeter weiter traue. Aber was tut man nicht alles für ein schönes Pool Foto. Ich habe es dann tatsächlich geschafft und bin geschwommen... Zumindest gute sagen wir... 9 Sekunden. Länger ging dann doch nicht. Aber das Positive... Das Foto ist im Kasten. So lange ich auch brauchte um rein zu gehen umso schneller war ich auch wieder draußen und hab mir mein Handtuch geschnappt.

Die Zeit für unsere Kajaktour ist gekommen und wir fahren mit dem Auto zum Bootsanleger... Das heißt wir haben ihn gesucht. Genau wie gestern beim Reiten tun wir uns extrem schwer die richtige Stelle zu finden. Wir als verwöhnte Deutsche, wo es selbst für Hinweisschilder noch Hinweisschilder gibt suchen vergeblich nach überhaupt einem Schild und Verfahren uns mal wieder. Mit knapp 15 Minuten Verspätung kommen wir an und sind weiter auf dem besten Weg den guten Ruf der deutschen Pünktlichkeit zumindest in Südafrika zu zerstören. Wir entschuldigen uns, doch unser Guide sagt uns, dass es im Moment zu windig sei um auf dem See zu fahren. Die Wellen sind einfach zu hoch, weshalb der Start mindestens um 1,5 Stunden nach hinten verschoben worden ist. Nun gut immerhin haben wir nichts verpasst. Wir fahren in der Zeit an den Strand und merken den Wind deutlich, der heute nochmal stärker ist als in den letzten Tagen. Am Strand laufen wir ein bisschen mit den Füßen in der Brandung umher und schauen, dass wir um 14:30 Uhr mal so richtige Streber sind und einfach mal etwas eher da sind. Zack... da kommt die deutsche Pünktlichkeit wieder durch. Doch was soll ich sagen,... Wir hatten ja schon am Meer gemerkt, dass der Wind nicht wirklich nachgelassen hat und genau das bestätigt uns auch der Guide, der uns leider mitteilt, dass die Tour heute ausfallen muss. Echt schade. 

Wir hatten uns schon gefreut, doch die Sicherheit geht vor und da wir in Gewässern mit wilden Hippos und Krokos unterwegs wären, wäre das zu gefährlich. Nun gut. Wir fahren zurück zur Lodge und erzählen June davon. Ich überlege mir, dass ich doch stattdessen die Sunset Boat-Tour machen könnte. Ann wird schon beim Gedanken daran grün um die Nase, aber sie "erlaubt" mir alleine zu fahren. June kümmert sich noch schnell um ein Ticket und dann muss ich auch schon los, da die zweistündige Tour in dreißig Minuten bereits losgeht. Ann will in der Zeit am Pool die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen und endlich mal zum Lesen kommen. Zum Bootsanleger ist es nicht weit und ich kann laufen. Ich sicher mir auf dem zweigeschossigen Schiff einen Platz auf dem Sonnendeck und warte bis es losgeht.

Das Boot ist ziemlich voll als es losgeht. Wir schippern über den St. Lucia Lake und sehen bereits nach ein paar Metern einen großen Python und ein Krokodil. In den nächsten zwei Stunden sehen wir unzählige Nilpferde, die teilweise nur wenige Meter neben unserem Boot schwimmen oder in großen Kolonien draußen am Ufer faulenzen. Wir kommen sehr nah an die Tiere heran. Im Hintergrund können wir wunderbar die untergehende Sonne bestaunen und genießen. Zudem sehen wir noch einige Seeadler und andere hier lebende Reiher. 

Die Tour ist zumindest für mich eine gute Entschädigung für die ausgefallene Kajaktour und ein wunderbarer Abschluss für unsere Zeit hier in St. Lucia. Ann-Kristin holt mich am Bootsanleger ab, und wir gehen zurück zur Lodge. Gleich wollen wir nochmal Fisch essen gehen und danach unsere Koffer schon mal flugtauglich machen. Denn unser Flug von Durban nach Kapstadt ist ja nicht mehr weit hin und in Durban wollen wir die wenige Zeit gut nutzen. Also werden wir uns einen weiteren schönen Abend heute machen. Grüße nach Deutschland.

 

Bis bald Frederic. 

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© Frederic Linker